A GUY CALLED GERALD
Essence
K7 / Zomba

Gerald Simpson gehört zu den Pionieren des Acid-House. Legendär seine Dancehymne "Voodoo Ray", mit der er Ende der 80er in die Top 20 vorstieß. Simpson war beteiligt am Erfolg von 808 State, half dem jungen Jungle-Sound auf die Beine und verband als einer der ersten Danceproduzenten geschmeidige Grooves mit ambienten Computerklängen, auf denen säuselnde Frauenstimmen thronten. Viel Geld verdiente A Guy Called Gerald mit seiner Musik allerdings nicht. Erst nachdem David Bowie ihn als wichtigen Impulsgeber für sein Drum`n'Bass-Werk "Earthling" nannte, interessierte sich auch wieder die Plattenindustrie für den Visionär. Trotzdem dauerte es nochmal fünf Jahre, bis Simpson in New York ein neues Albumprojekt auf die Beine stellen konnte. Das trägt den Titel "Essence" und ist das akustische Resumee von gut einer Dekade Arbeit. Bewußt auf einen Blick in die Zukunft verzichtend, bietet "Essence" genreübergreifendes auf Drum`n'Bass-Basis, das statt bizarrer Soundexperimente gesteigerten Wert auf edel klingende Musik mit Gesang legt. Und für den zeichnen hier Wendy Page, David Simpson, Jennifer Neal, Miss Lady Kier (Deee Lite) und die wundervolle Lamb-Chanteuse Louise Rhodes verantwortlich.
Volkard Steinbach