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LAURENT GARNIER
Unreasonable Behaviour F Communications / Connected
| Der Chef des "F-Communications"-Labels präsentiert auf seinem dritten Album eine über 70minütige Reise in die Nacht. Nach einer düsteren Warnung trägt uns "City Sphere", getrieben von Standbass und breitflächiger Perkussion, in den Club, wo Analog-Synthiebässe das Publikum eingrooven. Streicher und Piano gesellen sich dazu, und schon ertönt der erste Hit: "The Sound Of The Big Babou". Mit zittrigem Vibrato setzt das Hauptthema ein, bevor es mit Daft Punk'scher Direktheit zur Sache geht. Die Bässe haben jetzt den Sägezahn ausgefahren und fräsen tiefe Wunden. Doch plötzlich hält der Meister eine flammende Rede, wider das Techno-Ghetto, für Toleranz und Freiheit. Aha. "The Man" treibt anschließend mit jazziger Grundstimmung weiter, trotz fiesem Gemucke des Saxophonisten. Plötzlich findet man sich draußen wieder, umhüllt von einer kleinen Soundtrack-Etüde, die als Einleitung für die finstere Vocoder-Electro-Nummer "Greed" gut funktioniert. Schon ist es Zeit für die Heimfahrt im "Dangerous Drive", einem Klon des Garnier-Hits "Crispy Bacon". Hypnotisch dunkler Techno, der sich in trancigen Schlieren verliert. Versöhnlich endet die Platte mit einem respektvollen Gruss an alte Helden aus Chicago, New York und Chicago. Karl Koch |