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PETER GABRIEL
Up Real World / Virgin
| Geschlagene zehn Jahre ließ sich der ehemalige - und einzig wahre - Genesis-Sänger für den Nachfolger von "Us" Zeit. Die Gründe hierfür bleiben im Dunkeln. Einige Songs auf "Up" lagerten aber wohl schon länger in Gabriels Schublade, denn auf "Signal To Noise" ist noch der längst verstorbene Nusrat Fateh Ali Khan zu hören. Da Peter Gabriel schon immer zeitlose Musik gemacht hat, fällt das jedoch kaum ins Gewicht. Dennoch enthält "Up" kein zweites "Sledgehammer", soll es wohl auch nicht. Unterstützt von altbekannten und neuen Begleitmusikern pflegt Gabriel das getragene Lied. In oft epischer Breite erzählt er von Liebesleid, vom Altern und schlechten TV-Talkshows. Die meisten Songs entwickeln sich zu schwermütigen Balladen, zum Teil garniert mit wummernden, verschleppten Beats oder elegischen Streichern, die stark an Craig Armstrong erinnern. Wer hier irgendwelche Mitklatsch-Nummern vermißt, dem sei in Erinnerung gerufen, daß auch "So" kein Party-Album war. Und gemessen am letzten musikalischen Output von Genesis oder Phil Collins, stammt "Up" eh von einem anderen Stern. Michael Beerfölz
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