JOHN FRUSCIANTE
To Record Only Water For Ten Days
Wea

"Zwischen 1992 und 1997", erinnert sich Frusciante, "bestand mein soziales Leben hauptsächlich aus Stimmen, Gedankenwellen, Astralkörpern und dem Zerfall physischer Stoffe." Macht ja nichts, John, auch andere haben viele Drogen genommen. Immerhin kriegen die wenigsten dann noch solche Songs hin wie der Chili Peppers-Mann, der als Gitarrist, Songwriter und Background-Sänger die beiden größten Peppers-Alben "BloodSugarSexMagic" (1991) und "Californication" (1999) veredelte. Zwischendurch griffen andere in die Saiten, und John hing mit seinen Kumpeln Gedankenwelle und Astralkörper ab. Na gut. Sein drittes Soloalbum hat viel mit den ruhigeren, melancholischen "Californication"-Tracks zu tun. Allerdings ohne Funk-Einflüsse, dafür mit eher countryeskem Singer/Songwriter-Feeling und der Atmosphäre der heißen Wüste Nevadas. Exzellente Gitarre, na klar, und große Stimme. Allerdings klingt manches auch wie die Vertonung eines Dali-Gemäldes - was sich unter dem Einsatz geeigneter Substanzen jedoch als Hit entpuppen könnte. Einfach mal ausprobieren ...
Stefan Piontek