|
FRANZ FERDINAND
You Could Have It So Much Better Domino / Rough Trade
| 2004 waren die Glasgower die Newcomer des Jahres, und das nicht nur im UK. Inzwischen weiß man, dass das Quartett die Vorhut einer ganzen Welle von jungen Britpop-Combos mit 80er-Wave-Vorlieben war, von denen einige (Maximo Park, Kaiser Chiefs und Art Brut) den Schotten längst die Show gestohlen haben. Nun machen Franz Ferdinand mit ihrem zweiten Album verlorenes Terrain wieder wett, auch wenn "You Could Have It So Much Better" mit zickigen Pophymnen, hypernervösen Gitarrenlinien, angriffslustigem Gesang und fast schon Discobeat-artigen Rhythmen über weite Strecken wie das Debüt tönt. Aber wen stört das schon? Die Fans werden polternde Krawallmacher wie "Evil And A Heathen" oder das zackige "Do You Want To" ähnlich begeistert aufnehmen wie seinerzeit "Jaqueline". Zudem gibt's auch Neues zu entdecken, etwa lupenreinen Gitarrenpop und ein Faible für die Beatles und Kinks. Besonders die Ray-Davies-hafte Ironie in "Eleanor Put Your Boots On" steht Frontmann Alex Kapranos ganz vorzüglich. So kann's weitergehen! Volkard Steinbach |