FELIX DA HOUSECAT
Kittenz & Thee Glitz
Wea

Der wird auch nicht moderner. Denkt man. Dann hört man sie immer und immer wieder, die neue Scheibe von Felix Da Housecat, und weiss: Das ist seine Masche. Modernität im Rückspiegel. Felix Stallings jr. braucht düstere Synthie-Sounds wie das Kätzchen die Milch. Darüber schwebt melancholischer Elektro-Trance - und fertig ist ein kalter, beunruhigend schöner SciFi-Soundtrack wie "Kittenz & Thee Glitz". Sicher finden sich hier allerlei Reminiszenzen an die 80er - man hört ohne weiteres Jean-Michel Jarre und Kraftwerk heraus - aber: zum Revival verkommt das nie. Mit an Bord ist noch Miss Kittin, die Queen der Human League-Basslines. Ihre gefühlslose Art und Weise, Slogans zu rezitieren, erinnert an die Club-Hits von Tok Tok oder Malaria. Berlin-Sound aus Chicago ... keine schlechte Empfehlung.
Ulf Lippitz