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FAUST
Ravvivando Klangbad / Efa
| "Ein Neuer Tag" bricht an, und für altgediente Krautnoise-Recken wie Faust tut er das natürlich mit einer zünftigen Verzerrerorgel-Jamsession, die ohne Vorwarnung von einer simulierten vorsintflutlichen Kirmesorgel abgelöst wird. Richtig so: Mittenrein ins Land des freiflottierenden Collagenrocks. 30 Jahre wird die Formation dieses Jahr alt und die Gründungsmitglieder Irmler sowie Diermaier sind immer noch oder wieder dabei. Anders als bei den gleichaltrigen Can hat man sich durch die allgemein einsetzende Wertschätzung seit den frühen 90ern entschlossen, wieder durch Kollektiv-Improvisation ins musikalische Nirvana aufzubrechen. Vergleicht man nun die, bis auf Irmin Schmidt, uninspirierten bis senilen Soloprojekte der diesjährigen Can-Jubeltour mit der vorliegenden, immerhin schon vierten CD der neueren Schaffensphase von Faust, so muß man für die Gegenwart konstatieren: Faust rules. Und wenn improvisiert geformte Kifferlärm-Landschaften auch noch so retro sind - Faust dürfen das. Karl Koch |