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MICHAEL FAKESCH
Marion Mast / Zomba
| Melancholische Melodien zu stotternden Beats, denen der Dreck namens Verzerrung in jedem Element steckt? Aber gerne. Michael Fakesch ist die eine Hälfte von Funkstörung, die sich mit dreist-destruktiven Remixen für illustre Namen wie Wu-Tang Clan oder Björk einen Namen gemacht haben, und mit anstehenden Arbeiten zu Jean Michel Jarre (!), Tocotronic (!!) und Notwist wohl noch genügend Kopfschütteln ernten werden. Mit seinem ersten Solo-Album schickt Fakesch schöne Grüße zu seinen Geistesverwandten beim "Warp"-Label, von denen Boards Of Canada und die ruhigeren Momente des Aphex Twin ihm noch am nächsten sein dürften. Doch ist er nicht nur ein armer deutscher Verwandter der englischen Freistil-Frickler, gelingt es ihm doch, seine zappelnd-zwirbelnden Beats mit wehmütigen Melodien in eine schizophrene Harmonie zu zwingen, den Schwerpunkt mal auf das ein, mal auf das andere Element zu legen und so auf Albumlänge zu einer frisch-eigenständigen elektronischen Musik zu gelangen. Da mutet es fast schon rührend an, dass Fakesch dieses Debut seiner Freundin gewidmet hat. Karl Koch |