FABOLOUS
Real Talk
Desert Storm / Atlantic

Es gibt so eine Sorte Hip Hop, die kommt aus einer anderen Welt: Halbseidene Angeber-Clubs mit Whirlpool, Stretch-Limos, knapp bekleidete Schönheiten. Hier lebt auch Fabolous. Kommerziell rangiert er eine Stufe unter Nelly und Jay-Z, aber in New York ist er längst kein Unbekannter mehr. Wo platinfarbener Luxus herrscht, ist wenig Platz für Experimente: Es gibt zwei, drei Drama-Nummern mit dräuenden Synthie-Fanfaren, die Fabolous im 50 Cent-Stil runternuschelt. Der Rest ist hochpolierter jiggy Hip Hop, bei dem natürlich auch die Neptunes ihre Finger im Spiel hatten. Musik, die wirklich berührt, geht anders.
Frank Krings