PAUL VAN DYK
Out There And Back
Universal

In Grossbritannien hat der Berliner DJ den Titel Lord of Trance inne. Top-Ten-Singles und ausverkaufte Mega-Clubs sprechen eine andere Sprache als ein gewisser Kultstatus, den van Dyk noch hierzulande geniesst. Das langerwartete Album soll dem hiesigen Erfolg Vorschub leisten, und das mit genau dem, was eben lange erwartet wurde: solide, trance-lastige Elektronik. Die Platte lässt sich von zwei Seiten betrachten, die buchstäblich wie Tag und Nacht sind. Die eine ist der etwas seichte Happy Trance, der formelhaft die erste Single "Another Way" durchweht. Hier findet sich wenig Überraschendes, sondern vielmehr gut-organisierte Tanzmusik. Die andere Seite ist die verdeckte Düsterkeit, die einen Track wie "Avenue" durchzieht. In solchen Momenten verströmt Paul van Dyk jene Klasse, die ihm den bisherigen Respekt eingebracht hat. Für Ibiza-Neugierige ist "Out There And Back" der perfekte Einstieg, für andere Hörerschichten empfiehlt sich das Album nur bedingt.
Ulf Lippitz