DEF CUT
Street Level
Mzee Records

Es lebe die Alte Schule. Auch auf seinem zweiten Album beschwört der Schweizer "Battle of the Year"-DJ Def Cut die heilige Dreifaltigkeit des Hip Hop (Rap, Breakdance & Graffitti) mittels eines einfachen Rezepts: Man jage alte Rare Groove-, Funk- & Disco-Platten durch den Sampler und unterlege sie mit hektischen Breakbeats - fertig ist der ideale Soundtrack für die nächste Breakdance-Meisterschaft. Für mehr reicht's dann aber auch nicht. Denn selbst wenn die instrumentalen Uptempo-Nummern in ihrer plakativen Funkiness ein wenig an Bigbeat á la Turntable Rockers erinnern - für "normale" Tänzer im Club sind sie viel zu spannungsarm und eindimensional aufgebaut. Und weil man schon nach dem ersten Einsatz eines jeden Samples weiß, wie der Rest des Stücks verläuft, klingt "Street Level" auch in den eigenen vier Wänden eher unattraktiv. "Strictly B-Boy Breaks", so der Name von Def Cuts Platten-Netzwerk, müsste auch auf seinen Solo-Alben stehen ... als Warnung.
Frank Krings