LA THE DARKMAN
Heist Of The Century
Connected / Edel

Hier ist wieder mal ein Wu-Tang Clan-Mitglied, das bislang als Gast auf einschlägigen Veröffentlichungen zu hören war, und nun ein eigenes Album rausbringt. Rapper LA The Darkman hat eine ganz angenehme Stimme, die düstere Grundtöne mit leichtem Phlegma verbindet, womit er auf etlichen Stücken ganz schön souverän wirkt und leicht an Rakim erinnert. Seine Posen im CD-Booklet wirken dagegen eher gewöhnlich machomäßig. Musikalisch kommt sein Debut ein wenig durchwachsen daher, wobei die Nummern im typischen New York-Stil (produziert etwa von Havoc, DJ Muggs, 4th Disciple oder RZA) weitgehend überzeugen, auch wenn hier nichts aufregend Neues geboten wird. Auf der anderen Seite probt unser Mann aber auch der Schulterschluß mit der Puff Daddy-Fraktion, was nicht nur an Produzent Carlos Broady liegt, der bereits Mase, The Lox, Biggie oder Puff Daddy selbst im Studio hatte. Als potentieller Hit bietet sich auf jeden Fall das eingängige "Springwater" mit Raekwon als Gastrapper an, das hier auch im Remix von Eißfeldt von den Absolute Beginners zu hören ist.
Mr. Chekov