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RY COODER
Chavez Ravine Nonesuch / Warner
| Alben, auf denen nur Ry Cooder in dicken Buchstaben ohne den Zusatz "Soundtrack" oder "Produced by ..." prangte, gab's schon lange nicht mehr. Insofern ist "Chávez Ravine" eine Überraschung. Künstlerisch indes ist der Gitarrist, der als Produzent der Buena Vista Social Club-Alben die Kubawelle lostrat, seiner musikalischen Spurensuche vergessener Stile und Songs treu geblieben. "Chávez Ravine" ist eine bunte Hommage an eine gleichnamige Latino-Enklave in Cooders Heimatstadt L.A., die in den frühen 50ern abgerissen und durch das Stadion der Dodgers ersetzt wurde. Mit Unterstützung namhafter Chicano-Legenden wie Lalo Guerro und Don Tosti lässt Cooder jene Zeit wieder lebendig werden, da in Chávez Ravine das Leben pulsierte. In akustischen Collagen, zusammengesetzt aus R&B, Jazz, Latin-Pop und diversen Folklore-Stilen von Conjunto bis Corrido, werden aufregende Geschichten gezählt, die auch einem James Elroy-Roman entsprungen sein könnten. Volkard Steinbach |