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HOLLY COLE
Romantically Helpless Alert / Indigo
| Jede Veröffentlichung der kanadischen Vokal-Stilistin seit ihrem Debut "Girl Talk" (1990) bietet elegante Song-Kunst auf hohem Niveau, egal in welchem Stil sich Holly Cole bewegt, ob Blues, Jazz, Country, Cabaret, Swing oder Pop. Ein Paradebeispiel für Holly Coles eigenwillige Art, selbst noch dem vertrautesten Song eine unerwartete Seite abzuringen, ist ihre Interpretation von Paul Simons "One Trick Pony", mit dem ihr neues Album "Romantically Helpless" beginnt. Begleitet von einem vielköpfigen Musiker-Ensemble, adaptiert Holly Cole 12 Songs, die ihren weit gefächerten Musikgeschmack reflektieren, so etwa Sammy Cahns "Come Fly With Me", Randy Newmans "Ghosts" und "Same Girl", Steven Sondheims "Loving You", Cole Porters "Don`t Fence Me In". Problemlos vollführt sie Stimmungs- und Stilwechsel, wandelte von fragilen Folkskizzen zu gepflegter Cocktailbar-Atmosphäre und schwerelosen Balladen. "Romantically Helpless" ist ähnlich eindrucksvoll wie ihr Tom Waits-Tributalbum "Temptation", das ihr hierzulande den Durchbruch bescherte. Volkard Steinbach |