CLAWFINGER
A Whole Lot Of Nothing
Gun / Bmg

Es ist, wie es ist: Wer Clawfinger live sieht, will "Truth" und "Warfare" hören ... und nicht die neuen Sachen. Sie haben es eben nach einer gigantischen und einem guten LP versäumt, entsprechend nachzulegen - und sind seitdem auf der Suche nach der verlorenen Spur. Daran lassen auch die ersten Takte von "A Whole Lot ..." keinen Zweifel: Drum & Bass-Beats, die wohl zeitgemäß sein sollen - aber welche Rolle spielt Drum & Bass denn noch im Jahre 2001? Eben. Danach geht's unentschlossen weiter. Im Titeltrack klingen Gitarren und Groove nach Prong, später gibt's Beat-Geknatter, das '97 bei Pitchshifter noch aufregend und neu klang. Immerhin: Zaks Stimme drückt allem den typischen Clawfinger-Stempel auf. Und schlecht ist die Platte beileibe nicht. Aber hört man "Deaf Dumb Blind" im direkten Vergleich, klingen Clawfinger heute doch ganz schön durchschnittlich. Ungerecht? Es ist eben, wie es ist.
Stefan Piontek