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BLUMFELD
Jenseits Von Jedem Zickzack / Wea
| Nö, ein Blumfeld-Fan war ich nie, auch nicht als die Hamburger noch Gitarren-Lärm mit Tiefsinn-Texten kombinierten. Nach dem Diskursrock kam dann die heiß diskutierte Hinwendung zum großen Pop ... die ok war, sofern man mit Jochen Distelmeyer als George Michael klar kam. Seit "Tausend Tränen Tief" bewegen sich Blumfeld also auf einem schmalen Grad zwischen Songwriter-Pop und Schlager-Kitsch. Auch "Jenseits Von Jedem" hat wie sein Vorgänger "Testament Der Angst" so seine Momente, etwa das ruppige "Alles Macht Weiter", das klar formulierte "In der Wirklichkeit" oder die Ballade "Neuer Morgen". Doch leider gibt es da noch das verschnarchte, 14-minütige Titelstück, und nicht minder öde plätschert die Single "Wir Sind Frei" daher, ein "hymnisches Bekenntnis und Plädoyer für die Freiheit des einzelnen". Naja, Schwafeln zur Akustikklampfe trifft's wohl eher. Aber das ist nichts gegen den putzigen Ausklang "Die Welt Ist Schön" mit Grand-Prix-tauglichem Schmusetext und einem pfeifenden Distelmeyer. Das kann doch nur ein Witz sein - oder? Volkard Steinbach |