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BENT
Programmed To Love Ministry Of Sound / Emi
| Fans angenehmer Feierabend-Abhängmusik dürften dem britischen Duo, dessen luftig-elegante Musik an Air erinnert, mit Sicherheit schon begegnet sein. "I Love My Man", das via Sampler die Alt-Matrone Nana Mouskouri in eine laszive Trip Hop-Chanteuse verwandelte, war einer der Höhepunkte der ersten "Comfort-Zone"-Compilation. Und der nicht minder grandiose Edelsoul-Titel "Swollen" schmückte die Balearen-Downtempo-Serie "Cafe Del Mar". Beide Stücke, die mittlerweile zu den Chill-Out-Klassikern zählen, finden sich auch auf dem in England bereits im letzten Sommer veröffentlichten Debütalbum von Bent. Aus 2.000 meist grottenschlechten Vinyl-Scheiben haben Simon Mills und Neil Tolliday zehn opulent arrangierte Songs und acht schrullige Skizzen zusammengesampelt, die den Rahmen moderner Clubmusik sprengen. Fasziniert von lässigen Grooves und alten Sounds, von Jazz, Filmmusik und Easy Listening, von Wave, Pop und House entstand dabei eine Musik, die trotz obskur exzentrischer Tonspielereien in erster Linie den Ohren schmeichelt. Besonders die Kombination aus üppigen Streichern, akustischen Gitarren, seidenweichen Beats und dem ätherischen Gesang der Vokalistin Zoe Johnson läßt Sirenenklänge entstehen, bei denen selbst Androiden vor Rührung heulen würden. Volkard Steinbach |