BASEMENT JAXX
Rooty
Xl Recordings / Connected

Die Milleniums-Depression ist vorbei. Nachdem schon Daft Punk ein hochfliegendes Album ins Rennen geschickt haben, knüpfen nun Basement Jaxx an die hedonistische Tradition aller Tanzorte an. Auch hier handelt es sich um das zweite Werk, auch hier findet eine kleine Interessenverschiebung statt. Das britische Duo verlässt zum grossen Teil das Territorium von Funky House und zappelt mit dem Publikum zu Acid, Disco und UK-Garage auf Sparflamme ab. Die erste Single "Romeo" bezaubert mit wohlakzentuierten Bässen, die wie Elektroschocks in die Beine gehen. Auf "Breakaway" erahnt man, wie sich extraterrestrischer House anhören mag: Schnipsel-Technik, beschleunigter Gesang und knallharter Hau-drauf-House. Bei "Just 1 Kiss" fliegen die Chemical Brothers mit dem Helikopter ein, auf "Get Me Off" flirten Daft Punk und New York-House à la Peter Rauhofer. Bis auf wenige Ausnahmen ein recht gelungenes Werk, an dem der Hörer aktiv teilnahmen kann: Hochspringen, Niederknien oder x-mal-Herumdrehen.
Ulf Lippitz