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KID ALEX
Colorz Milk & Sugar / Universal
| Es war einer der netten Pop-Momente des letzten Jahres. Da sägte die Stimme eines offenbar ziemlich jungen Typens "Young Love, Topless!" ins Mikro, darunter ein definitiv nicht angloamerikanischer Electro-Rock - und für einen kurzen Kick war die Welt wieder jung. Kid Alex heißt der Knabe, kommt aus Hamburg, und versucht sich auf Albumlänge an einer seltsamen Melange aus Prince, New Order, rockigen Dance-Rhythmen zwischen Kiss, Neptunes und DJ Hell, und darüber sein nöliges Organ. Das hat durchaus was. Nerven tut es zwar, sympathisch ist das Kid auch nicht gerade, aber dafür ragt dieser Sound aus der Masse heraus. Warum erinnert mich das an Bran Van 3000? Vielleicht, weil der Stil-Mix auf Dauer doch etwas stilisiert gewollt, nicht ganz souverän wirkt. Aber hey, der Typ ist noch so jung und vielleicht steckt in dem Kid vielleicht noch mehr als ein guter Pop-Moment. Karl Koch |