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PET SHOP BOYS
Yes Parlophone / Emi
| Yes (We Can)! Auch die Pet Shop Boys machen sich Obama-Slogans zu eigen. Hier heißt es: "Wir sind noch in der Lage, ein überschwängliches, weit in den Mainstream hineinragendes Popalbum abzuliefern, wie ,Very' vor 15 Jahren". Zur Erinnerung: Das war die CD mit dem orangenen Plastiknoppen-Cover und "Go West" als letztem grossen Single-Hit von Tennant/Lowe. In dessen Fußstapfen will man jetzt treten, wie überhaupt vieles unter dem Einfluß von Hitproduzent Brian Higgins (Girls Aloud) auf zielsicheren, opulenten Pop getrimmt ist. "All Over The World", "Did You See Me Coming?" oder "Pandemonium" (übrigens von Kylie Minogue verschmäht): hier finden wir wieder dieses Schwelgen im Superpop, den Reiz des Abtastens seiner Oberflächen in deutlicher Distanz zur Glamour-Welt der Beckhams und Hiltons. Als bemerkenswertester Song wartet "Beautiful People" mit einem von Owen Pallett (Final Fantasy) arrangierten, orchestralen Sixties-Flair auf, was wir im umfassenden bisherigen Pet Shop Boys-Repertoire so noch nicht vernommen haben. Als Songkollektion kann es "Yes" trotzdem nicht mit den besten Alben der Band aufnehmen, weil der Spannungsbogen innerhalb des Songzyklus' nicht aufrechterhalten wird. Bitte einreihen hinter "Behaviour", "Very", "Bilingual" oder "Release". Johnny Lipps
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