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SCOTT MATTHEW
There Is An Ocean That Divides... Glitterhouse / Indigo
| Ist denn schon wieder Herbst oder sogar Winter? Nach der Moll-Schwere beurteilt, die der in New York lebende Australier auf seinem 2. Album ausbreitet, kann man das befürchten. Mit wenigen Ausnahmen, wie dem leichten Chanson "Community" und dem Burt-Bacharach-verwandten Pop von "Thistle" kleidet der Feuilleton-Liebling seine poetischen Lebens- und Liebesbeichten in dunkle Piano/Cello-Arrangements, um die er gelegentlich Chöre, Gitarren und Bläser drapiert. Selbst wenn er zur Ukulele greift - wegen einer Handverletzung kann er nicht mehr so gut Gitarre spielen - regiert die Schwermut. Ganz so opernhaft wie Antony (Antony & The Johnsons), mit dem Matthew schon verglichen wurde, klingt "There Is An Ocean..." trotz der Gefühlsdramatik indes nicht. Dazu ist der Australier auch zu sehr ein klassischer Singer/Songwriter. Wenn man Scott Matthew vergleichen will, dann wegen seiner Stimme mit David Bowie. Wobei er nicht, wie im "Rolling Stone" verbreitet, wie der junge, sondern wie der Soul-Brother Bowie der Jahre 1975/76 wimmert. Mit dem Unterschied, dass der mehr als nur eine Intonation drauf hatte! Volkard Steinbach |