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LILY ALLEN
It's Not Me, It's You Regal / Emi
| Hierzulande kann man sich kaum vorstellen, dass in englischen Blättern neben Amy Winehouse überhaupt noch Platz ist für Eskapaden eines weiteren Pop-Party-Girls. Aber Lily Allen hatte mindestens genau so viel und genau so unfaire Presse. Das beste Gegenmittel ist exakt dieses Album, das daran erinnert, dass Lily Allen ein Songwriter-Talent sondergleichen ist. Alle Songs wurden von ihr geschrieben, produziert hat Spezi Greg Kurstin. Textlich bläst sie zum Frontalangriff: Songs über männliche Eitelkeit und sexuelle Schwächen und, direkt als Opener, über den allgegenwärtigen Drogenkonsum, den sie nicht verurteilen könne. Musikalisch wird das getragen von Arrangements, die immer toller, sophisticated Pop sind, und nie gewollt und angestrengt wirken. Die Bandbreite reicht vom zeitlos wirkenden Synthie-Pop der Vorab-Single "The Fear" über das Burt Bacharach-Update mit dem charmanten Titel "Fuck You" bis zu französisiertem Humptata, wie ihn jenseits der Hermes House Band als letztes Abba gewagt haben. Dies Album ist fantastisch leichtfüßig und souverän, oder, wie Lily Allen sagen würde - fuckin' brillant. Karl Koch
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