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JARVIS COCKER
Further Complications Beggars / Indigo
| Was will uns der Künstler mit seinem zweiten Soloalben sagen? Dass er, der ex-Sänger der Britpop-Schlauberger Pulp, auch R-O-C-K kann? Zumindest hat Jarvis Cocker den richtigen Produzenten für seine neuen Ambitionen gefunden: Steve Albini. Wie seinerzeit bei den Pixies und Nirvana lässt es Albini krachen und scheppern. Die Gitarren dröhnen sich durch reißerische Stücke wie "Fuckingsong" und "Caucasian Blues", durch den komplizierten Boogie des Titelstücks und Antreiber wie "Pilchard". Zwischendurch tritt Cocker wieder in Pulp-Manier als Crooner schwüler Popnummern und pathetischer Balladen auf, um beim Finale "In You're Eyes" sogar in ein Barry White-Arrangement zu schlüpfen. Der Mann mag halt Übertreibungen. Und Glamrock: Das untermauert er mit einigen exzentrischen Klangbildern, die wie eine gelungene Hommage an das erste Album von Roxy Music erscheinen. Mehr davon und vor allem mehr große Songs zwischen Rock und Pulp - und "Further Complications" hätte ein richtig gutes Album werden können. So ist es nur ein halbgutes! Volkard Steinbach
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