HANNE HUKKELBERG
Blood From A Stone
Nettwerk / Soulfood

Ein gleichmäßiger Puls eröffnet Hanne Hukkelbergs drittes Album, mit dem sie nach 7-monatiger Schaffensperiode auf der norwegischen Insel Senja ein Lebenszeichen von sich gibt. Nach "Little Things" (2005) und "Rykestrasse 68" (2007) lebt "Blood From A Stone" von Hannes musikalischen Einflüssen. Hörbar beruft sie sich auf ihre Jugendhelden Sonic Youth, Cocteau Twins und Siouxsie & The Banshees. Hannes einmaliger Stil, Elemente aus Metal und Jazz zu vereinen, kann diesen wavigen Anstrich gut vertragen. Als vereinzelter Lichtblick bricht zuweilen auch die verspielt-direkte Manier junger Pop-Kolleginnen wie SoKo oder Lykke Li durch. "Mascara Tears" sprüht vor jugendlicher Emotionalität, "Blood From A Stone" und "Bandy Riddles" sind fast schon Pop. Minimalistisch und aufgeräumt lassen sie viel Raum für Hukkelbergs unverkennbar vielseitige Stimme, die sich aber insgesamt zu wenig gegen die oft monotonen orchestralen Arrangements durchsetzt.
Constanze Haas