STEVE CONTE & CRAZY TRUTH
Steve Conte & Crazy Truth
Varese Vintage / Alive

Klar, das hat man alles schon gehört, nämlich von den Stones, Stooges, Aerosmith, von Willy DeVille und den New York Dolls, bei deren Reunion 2004 Steve Conte den vakanten Posten des Leadgitarristen übernahm. Der Dolls-Sänger David Johansen ist auch auf Contes neuem Album mit von der Partie, allerdings "nur" als Mundharmonikaspieler. Den Gesang hat der US-Gitarrist, der als Sideman mit vielen bekannten Musikern, darunter Chuck Berry, Simon & Garfunkel, Eric Burdon, Maceo Parker und Peter Wolf gespielt hat, selbst übernommen. Ok: Conte ist (anders als auf seiner Gitarre) als Sänger nicht unbedingt begnadet. Aber seine knarzig-raue Stimme passt perfekt zum Blues-geerdeten Garagen-Rock seines nach einem Gedicht von Charles Bukowski benannten Trios, zur saftigen Melodie des mitreißenden "The Truth Ain't Pretty", zum schwelenden Southern-Bluesrock von "Busload Of Hope" und zu den locker aus dem Ärmel geschüttelten Ruppigkeiten wie "Junk Planet", "Strumpet-Hearted Monkey Girl" und "The Goods Are Odd".
Volkard Steinbach