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COMMON
Universal Mind Control Geffen / Universal
| Während Kollege Q-Tip mit seinem neuen Album alte Werte und Produktionsmethoden aufleben lässt, setzt Common im 16. Jahr seiner Karriere auf die vermeintlich heißesten Typen im Geschäft, The Neptunes. Und diese Kombi geht über weite Strecken brutal nach hinten los. Der Titeltrack etwa ist lupenreiner Afrika Bambaataa-Sound anno 1982, da kann Common wenig Eigenes beisteuern. Schlimmer jedoch sind Tracks wie "Sex For Sugar" oder "What A World", die derart übermächtig Pharrel "Neptune" Williams auf der Stirn stehen haben, dass Common auf seiner eigenen Platte fehlbesetzt wirkt. Es gibt natürlich auch noch einige mittelgute Tracks, das verdrogt groovende "Punch Drunk Love" etwa, ausnahmsweise von Kanye West produziert, oder "Make My Day" mit Cee-Lo Green, ein fröhlicher Shuffle für Cabrio-Fahrten. Doch selbst "Change" - ein Song über Obama - gerät seltsam belanglos-kitschig und der Battle-Track "Gladiator" vermurkst seinen jazzigen Groove mit nervigen Kirmes-Keyboards. Ein seltsam zerklüftetes Album, das wirkt, als sei es für einen anderen Künstler als Common gedacht gewesen. Karl Koch
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