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AIR
Love 2 Emi
| Mehrere Monate haben Nicolas Godin und Jean Benoit Dunckel in ihrem hypermodernen Studio am neuen Air-Album geschraubt. Dabei schufen die Franzosen nicht nur ätherische Sounddesigns, sie versuchten sich auch an Jam-Sessions mit Schlagzeuger. Das Resultat klingt ungewohnt homogen, aber auch langweilig. Es fehlen die Überraschungen. Statt ungewöhnlicher Sounds und Samples werden 70er-Elektroklänge ausgegraben und zu sphärischem Easy-Listening aufgetischt. Statt gewagter Arrangements gibt es Fernsehserien-geeignete Melodien und statt sensationeller Gastbeiträge diverser Vokalisten singt Jean Benoit mit mehr oder minder verfremdeter Stimme alles selbst. Gleichwohl ist nicht alles öde. Hübsch klingen die Saxophon- und Blockflöten-Einlagen im prickelnden Klavierstück "Tropical Disease". Der von leichten Streichern umgarnte Dream-Pop von "Heaven's Light" gefällt ebenso wie das Gitarren dominierte, schwerelose "African Velvet", das Grace Jones' Version von "La Vie En Rose" zitierende Titelstück und der Lolita-Pop von "Sing Sang Sung". Insgesamt jedoch hat "Love 2" zu wenig Substanz, um Airs Ruf als geniales Electropop-Duo gerecht zu werden. Volkard Steinbach
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