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A CAMP
Colonia Pias / Rough Trade
| Auf dem ersten Album unter dem Logo A Camp erinnerte nur Nina Perssons zuckersüßes Stimmchen an ihre Stammband The Cardigans. Statt unbeschwerten Gitarrenpop aufzutischen, verstörte die ehemalige Eiskunstläuferin mit sperrigem Noisepop, schwermütigen Balladen und verschrobenen Americana-Skizzen aus der Klangküche von Mark Linkous (Sparklehorse). Jahrelang sah die in New York lebende Schwedin keinen Grund, das Projekt mit Niclas Frisk (Atomic Swing) und ihrem Ehemann Nathan Larson (Shudder To Think) wieder zu beleben. Doch jetzt hat das Trio, ob aus Geldmangel oder wegen eines Überangebots an Songs - who knows? - zusammen mit Gästen wie Joan Wasser, Nicolai Dunger und James Iha ein neues A Camp-Album aufgenommen, das zum Teil ähnlich poppig-harmlos klingt wie früher die Cardigans oder - ganz schlimm - in Richtung Musical tendiert. In besseren Momenten schwelgen Persson und Company in opulenten Sixties-Pop-Balladen mit Streichern, Bläsern und beatlesken Harmonien oder fantasieren in leicht psychedelischen Klangfarben. Überzeugend klingt allerdings anders. Volkard Steinbach |