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THE WHIP
X Marks Destination Pias / Rough Trade
| Wenn ein verzerrter Bass auf eckigen New Wave-Beats die Melodie übernimmt, klingt's immer nach New Order. So auch bei The Whip. Aber dieses hippe neue Ding aus England hat's ja nicht anders gewollt. Schöne Indie-Disco-Hits mit sehr viel Existentialisten-Pathos, dazu den Wumms von heute dank der Produktion von Jim Abbiss, der schon den Editors und Kasabian eine kalte Eleganz und Tanztauglichkeit verpasste. Doch man muss schon sehr tanzwütig sein, um die unglaubliche Banalität der Texte dieser Band - "It's cold outside and it's later than you think", intoniert mit der Inbrunst einer endgültigen Weisheit - zu ignorieren und noch betrunkener sein, um nicht mitzubekommen, was für ein unerhört schlechter Sänger Bruce Carter ist. Wie sich der arme Kerl diese Mini-Melodie im Refrain von "Frustration" hochquält, hat man lange nicht mehr auf Tonträger gehört. Dies ist ein kleiner Hype, der gerne auf der Insel bleiben darf. Karl Koch |