|
VAMPIRE WEEKEND
Vampire Weekend Xl Beaggars / Indigo
| Okay, wir machen's kurz: diese ist eine der besten Indierockplatten des neuen Jahres. Das liegt vor allem daran, dass die vier New-Yorker Studenten und Lacoste-Knitwear-Liebhaber von Vampire Weekend außerordentlich frisch klingendes Genrecrossing betreiben und dabei eine interessante Reiseroute wählen. So geht's mit Peter Gabriel, The Clash und den Talking Heads über die Karibik bis auf den afrikanischen Kontinent. Am Ende des Trips steht jedoch keine wild zusammengewürfelte Ausstellung überflüssiger Weltmusikrequisiten, sondern ein schlüssig klingendes Ausnahmealbum, das die Band selbst in die Sortierschublade "Upper West Side Soweto" packt. Enthalten sind u.a.: teppichklopfende, knackig-kurze Hitsingles für Schweikharts Vorzimmer ("A-Punk") oder eine groovende Hochzeit zwischen Police-Keyboards und Kopfstimmenchören ("One (Blake's Got A New Face)"). Was bei der Rezension durchschnittlicher Alben Sinn macht - Songselektion nach gewissen Gütekriterien - muss hier ein Ende haben: auf diesem Debüt ist wirklich jeder Song gut. Tatsächlich. David Knollmann |