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SNOW PATROL
A Hundred Million Suns Polydor / Universal
| Lange Jahre fristete schottische Band nur ein Schattendasein. Doch dann entdeckten Snow Patrol ihr Talent für opulente Gitarrenhymnen mit Stadionkompatibilität und avancierten im UK zu Superstars. Das letzte Album "Eyes Open" war gar der bestverkaufte britische Longplayer in 2006. "A Hundred Million Suns", zum Teil in den Berliner Hansa Studios aufgenommen, folgt zunächst der bewährten Erfolgsformel in Form von leicht melancholischen Songs, die zurückhaltend beginnen und sich dann nach und nach, getragen von dichten Gitarrenschwärmen, zu großem Pop mit weltumspannenden Melodien entfalten. Doch mit solch Massen verzückenden Hymnen allein geben sich Snow Patrol zum Glück nicht zufrieden. Sie erlauben sich auch den Luxus zarter Akustik-Balladen, machen gelegentlich auf Indierocker oder träumen sich zu Flamencorhythmen in himmlische Sphären. Höhepunkt nach einigem Leerlauf (was waren das Zeiten, als Platten "nur" 40 Minuten dauerten) ist das 16 Minuten lange Finale "The Lightning Strike" - ein opulentes Stück Breitwand-Pop in drei Akten mit zahlreichen feinen Klang- und Arrangementideen, Streichern, Chören und einem jenseitig schön intonierenden Gary Lightbody. Volkard Steinbach |