LATE OF THE PIER
Fantasy Black Channel
Parlophone / Emi

Late Of The Pier kommen von der Insel, sind in den Blogs sehr beliebt, weil sie eine ziemlich verquere, vor Originalität und Wucht nur so sprühende Musik machen. Man könnte das LSD-geschwängerten, durchgeknallten Dance-Punk nennen oder andere schräge Images bemühen. Fakt ist jedenfalls: seit Anfang 2007 schwadronieren bereits die Singles "Bathroom Gurgle", "Space And The Woods", "The Bears Are Coming" und "Focker" durchs Netz bzw. die Gehörgänge aller Hipster und nun stellt sich natürlich die Frage, ob das Debüt der vier Jungs aus dem Kaff Castle Donington halten kann, was der Single-Hype vorab versprach. Und es kann: eingeleitet von einem einminütigen schwermütigen Blues aus 80er-Glamrock-Gitarren, markiert "Broken" dann den eigentlichen Albumstart und macht vor Weichteiltritten wenig Halt. Das geht dann munter so weiter bis zum Schluss: ein niveauvoll-lautstark-wahnsinniger Sprint auf dem schmalen Pfad zwischen Genie und Wahnsinn. Man möchte fast kotzen vor Soundglück...
David Knollmann