THE KOOKS
Konk
Virgin / Emi

Das Debüt des jungen Brighton-Quartetts schlug in Großbritannien wie eine Bombe ein. 1,5 Millionen verkaufte Exemplare sind nicht schlecht, aber auch eine Bürde, denn die Erwartungen an den Nachfolger sind nun hoch. "Konk" - der Albumtitel ist der Name des Studios von Ray Davies, in dem das Album aufgenommen wurde - versucht diese mit locker flockigem Gitarrenpop einzulösen. "See The Sun", das an die Kinks erinnernde "Mr. Maker" sowie "Shine On" sind zündende Frühlingshymnen, wenn auch ein bisschen arg nett und fröhlich. Gleichwohl können The Kooks auch emphatisch und aufgedreht klingen, etwa bei den hemdsärmeligen Indierockern "Always Were I Need To Be", "Do You Wanna" und "Stormy Weather". Aber bevor das Album ähnlich mitreißt wie das Debüt, fahren The Kooks lieber überladene Balladen und altrockige Liebeslieder auf. Und gegen Ende scheint es fast so, als säßen sie mit Akustikgitarren vor einem Lagerfeuer. Hübsch, aber aufregender Pop klingt anders.
Volkard Steinbach