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SIDO
eine hand wäscht die andere Aggro Berlin
| Der Maskenmann hat ja nun schon einige Meilensteine auf seinem Karriereweg zurückgelegt. Ist damit schon ein Best-Of seiner bisherigen Gastauftritte und Kollabos gerechtfertigt? Njein. Denn die Hälfte der Stücke schmoren im eigenen Saft des Labels: Features mit Fler, B-Tight und Harris sind eben einfach nur prollige Durchschnittskost aus dem Hause "Aggro Berlin". Überraschend gelungen ist dagegen "Geblendet Vom Licht", eine selbstkritische The Streets-Coverversion. Ebenso die Zusammenarbeit mit Pete Fox, der ihm einen typischen Seeed-Schwinger auf den Leib schneiderte. Auf dem verschwitzten P-Funk-Stomper "Ruff Sex" lässt Sido dann mit George Clinton, dem Uraltmeister des Genres, seinen inneren Freak raus. Und wenn der Junge aus dem Märkischen Viertel dann mit Peter Gunz & Lord Tariq die N.Y.-Hymne "The Message" neu interpretiert, wird's echt lustig. So bietet dieses Feature-Album zuweilen große Momente. Allerdings nur dann, wenn Sido mal über den Aggro-Tellerrand hinausschaut ... Frank Krings |