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ROLL DEEP
Rules & Regulations Roll Deep /Groove Attack
| Sie sind gekommen, um zu bleiben. Roll Deep stellen mit ihrer zweiten LP klar, dass "Grime" kein kurzfristiger Hype aus Eastlondon war. Die Fusion aus britischer Clubmusik und straßenbewusstem Gangster-Rap klingt jetzt sogar noch kompromissloser, als vor zwei Jahren. Denn im Gegensatz zum Debüt verzichten Roll Deep heute auf melodiöse Pop-Samples. Dafür lassen es die drei Produzenten, zwei DJs und acht MCs so richtig krachen: Über grollenden Bassläufen und simplen Melodiefetzen alter Rave-Hits verhandelt die Crew hier rasend schnell ihr Alltagsleben. Dass dieses in Londoner Sozialbauten mehr mit öden Jobcentern, als mit dem Blingbling eines 50 Cent zu tun hat, versteht sich von selbst. Stücke wie "Flame Grilled Whopper" oder "Racist People" rattern mit der Drehzahl alten UK-Technos nach vorne. Dazu drängeln sich die MCs ums Mikro und rotzen grimmige Acht-Zeiler raus. Bei aller Dringlichkeit überraschen Roll Deep dabei immer wieder mit schönster Melancholie, wie im trancigen "Respect Us". Ein wortwörtlich umwerfendes Album. Frank Krings
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