|
REDMAN
Red Gone Wild Def Jam / Universal
| Dass der bekennende Fußfetischist bald eine eigene Damenschuh-Kollektion in die Läden bringt - wen will Redman damit noch schocken? Schließlich fühlt er sich seit seinem 92er Debüt "Whut? Thee Album!" in der Rolle des Ausnahme-MCs mit Narrenkappe recht wohl. Warum er aber ganze sechs Jahre für ein neues Album brauchte, dürfte auch treuen Fans schwer zu vermitteln sein. Stilistisch regieren hier immer noch die 90er, also endloses Geflowe über alten Funk-Breaks. Dagegen ist nichts einzuwenden, zumal der Prahlhans dank galliger Stimme und cartoonhaftem Humor in dieser Disziplin unschlagbar ist. Die wenigen Ausbruchsversuche Richtung Gegenwart, etwa die Timbaland-Kollabo "Put It Down" oder der Crunk-Versuch "Sumtn 4 Urr Body", bleiben hingegen Mittelmaß. Hörbar wohler fühlt sich Reggie Noble, wenn er mit alten Recken wie Biz Markie die Sau rauslassen kann. Dann sampelt sich Erick Sermon durch seine alte Vinyl-Sammlung und ist sich auch fürs x-te Recycling von Bob Marley und Curtis Mayfield nicht zu schade. Frank Krings |