JIMMY EAT WORLD
Chase This Light
Geffen / Universal

Na, jetzt kann man das "-Rock" bei Emo endlich weglassen. Denn Jimmy Eat World präsentieren das erste lupenreine Emo-Pop-Album. Hier tut garantiert nix weh, das kann bei "Grey's Anatomy" genauso gut laufen, wie auf der Hochzeitsfeier zweier sympathischer Rechtsanwälte. Und wirklich, hiergegen ist Max Buskohls "Empty" Thrash-Metal, denn so weichgespült ist der Sound dieses Albums, dass es weh tut. Dann schon lieber direkt The Weepies. Selbst der mächtige Opener "Big Casino" wird trotz treibendem Beginn so schlimm eingesäuselt, als hätten 10CC gerade erst das Pop-Parkett verlassen. Es fällt schwer, dieses Album zu ertragen, denn das ist alles so dermaßen Perfekter-Schwiegersohn-Musik, dass man mit Dreck nur so schmeißen möchte. Jimmy Eat World, das sind Huey Lewis & The News für dieses Jahrzehnt. Aber die hatten wenigstens Hits.
Karl Koch