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GURU
Jazzmatazz Volume 4 7 Grand / V2
| An die Rente sollte jeder denken - auch ein Rapstar. Vielleicht hat Guru deswegen schon 1993 ein Projekt losgetreten, das er auch noch als 60jähriger weiterführen kann. Die Fusion aus seinen unerreichbar lässigen Raps mit dem Jamming namhafter Musiker aus dem Jazz-Genre ist auch in vierter Folge angenehm zu hören. Aber so richtig mitreißend sind fingerschnippende Swinger wie die Kollabo mit dem Gutmenschen Common auf "State Of Clarity" nun auch wieder nicht. Selbst der gute alte Apache-Break verbreitet beim Duett mit Bob Marleys Sohn Damien eher Gemütlichkeit als Oldschool-Remmidemmi. Im Gegensatz zum poppigen Vorgänger "Jazzmatazz 3" setzt Gurus neuer Produzent Solar zumeist auf Jazz-Standards, die von Altmeistern wie Bob James souverän eingespielt werden. Wer Guru nur als rappenden Part von DJ Premiers schroff gescratchten Boom-Bap-Rap namens Gang Starr kennt, wird also auch beim vierten Teil dieser Reihe ausgiebig gähnen. Wer aber einfach nur gerne der geschmeidigsten Rap-Stimme Brooklyns zuhört und dabei keine Angst vor dudeligem Altmänner-Jazz hat, sollte hier beherzt zugreifen. Stressigen Hip Hop gibt es ja schon genug ... Frank Krings |