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FEIST
The Reminder Universal
| Leslie Feist möchte nicht in die hübsche-Mädchen-Schublade gesteckt werden. Sie hat seit ihrem letzten Album "Let It Die" 33 Monate dauergetourt. Harte Arbeit. Jetzt beweist sie mit "The Reminder" erneut, dass sie eine Ausnahme-Musikerin ist. Zusammen mit Gonzales hat die selbstbewusste Kanadierin aus dem Umkreis der Broken Social Scene ihr ganz eigenes Ding durchgezogen. Entstanden ist ein sehr intimes Album, das Mut zur Traurigkeit beweist und von Experimentierfreude geprägt ist. Auf Elektronik hat die Kanadierin diesmal völlig verzichtet, sie widmet sich dafür lieber den leisen, analog warm klingenden Tönen von Akustikgitarre, Vibraphon und Klavier. Die lassen Feists Stimme viel Raum, um melancholisch, schwerelos und doch erhaben gross zu wirken. Fast jeder Song hat eine ganz eigene Atmosphäre und Stimmung. Durch einen Stilmix aus urbanem Folk, ein bisschen Bossanova und Chanson bewahrt sie sich das Prädikat "independent". Schön, dass es noch so ehrliche Musik gibt. Frieda Berg |