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DIZZEE RASCAL
Maths & English Xl / Dirtee Stank
| Diese Trend-Journaille! Einst feierte sie das manische Rap-Stakkato von Dizzee Rascal und erklärte ihn zum Popstar des Grime-Genres. Kurz darauf wurden ihm Sellout und Verrat vorgeworfen ... Sei's drum. Mir gefällt der aktuelle Dizzee Rascal dank seiner stilistischen Schlenker über dem rauen Pflaster des Grime-Sounds am besten. So rappt der Youngster aus dem Londoner Problemviertel Bow auf "Pussyole, Oldskool" über einem schnellen, funky Oldschool-Break. Das kickt. Die Single "Sirens" klingt hingegen wie ein Grime-Klon von N.W.A.s "Straight Outta Compton": Über dampfwalzenden Rolldrums und Straßenlärm-Samples rappt er seine Staats-Paranoia auf den Punkt. Dizzees Neigung zum aufgedrehten K.O.-Rap wird durch Gäste wie den gemächlichen Slowridern von U.G.K. ausgebremst. Das tut gut. Und die britische Pop-Elfe Lily Allen fragt auf dem halb gerülpsten Reggae-Tune "Wanna Be?", ob Dizzee wirklich ein Gangsta sein wolle. Will er nicht. Aber als schlagkräftigster Hardcore-MC Englands geht er locker durch. Frank Krings |