TOM VEK
Leisure Seizure
Cooperative Music / Universal

Vor sechs Jahren hat der junge Designstudent Tom Vek eindrucksvoll gezeigt, wie man mit einem billigen 8-Track-Recorder und guten Ideen im Alleingang ein charmantes Lo-Fi-Debüt basteln kann. Er bediente sich zwar ungehemmt bei den Talking Heads, aber die unkonventionellen Melodien setzten sich nicht nur deshalb im Gehörgang fest. Danach tauchte der gute Tom erstmal unter, um im neuen Studio seine Production-Skills zu verfeinern. "Leisure Seizure" macht nun dort weiter, wo das alte Album aufhörte: stolpernde Rumpelbeats, Garagengitarren, sonorer Sprechgesang und allerlei krude Synthiesounds, die fröhlich übereinander gestapelt werden und trotzdem ein eingängiges, eigentümliches Ganzes ergeben. Im Vergleich zum Vorgänger hat die Platte einen angenehm fetten Sound und wartet auch mit düsteren Low-Tempo-Songs auf, die das Veksche Songwriting-Repertoire erweitern. So ist dem Briten auch mit dem zweiten Album ein kurzweiliges Kleinod gelungen.
David Knollmann