WILLIAM FITZSIMMONS
Gold In The Shadow
grönland / rough trade

Mit intimen Konzerten und der "Mädchenmusik" seines dritten Albums gelang dem US-Songwriter, Bartträger und Psychodoc 2008 in Deutschland der Durchbruch. In seinen Songs berichtete William Fitzsimmons schonungslos von der Scheidung von seiner Frau. Trotz oder gerade wegen der bitteren Thematik wurde "The Sparrow And The Crow" zum iTunes-Folkalbum des Jahres gekürt. Nach zweijähriger Auszeit legt Fitzsimmons wieder ein tief berührendes Werk vor. Musikalisch spielt er mit Kontrasten: Zarte, zutiefst melancholische Folksongs, ausgebreitet mit Akustikgitarren, Ukulele, hingetupften Klaviertönen und Glöckchenklängen, treffen auf federleichte Popstücke mit (zum Teil) elektronischen Verzierungen und Beats. Dazu lässt er mit sanfter Stimme und ohne Gejammer seine seelische Wiedergeburt Revue passieren. Das ist alles sehr bewegend, nur auf das das sülzige Duett mit Leigh Nash, "Let You Break", hätte man gern verzichtet.
Volkard Steinbach