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GUS BLACK
The Day I Realized... India Records / Rough Trade
| Es war eine gute Entscheidung, die Songs auf das Wesentliche zu reduzieren. Vor "Autumn Days" von 2005 wollte der Gus Black noch alles auf einmal: Pop, Rock, Folk, intime Gefühle und große Gesten. Entsprechend zerrissen klangen seine ersten Veröffentlichungen. Richtig großartig fiel dann erst sein letztes Album "Today Is Not The Day To Fuck" aus, ein stilles Akustikjuwel mit Songs, die Black als Verehrer von Leonard Cohen auswiesen - gut hörbar in den Arrangements mit zwei Chorsängerinnen. Die Sängerinnen sind beim Abschluss der "Day-Trilogie" nicht mehr dabei. Die Intimität ist jedoch geblieben, ebenso die brüchige Melancholie, das Flehen, Sehnen, Flüstern zur Akustikgitarre, unterlegt mit unaufdringlicher Perkussion, Bass und leisen Pianoakkorden. "The Day I Realized..." ist ein offener Liebesbrief in zumeist fragilen Liedern, die gelegentlich wie bei "Waiting In The Cold" zur großen Ballade mit Streichern avancieren, an Singer/Songwriter-Traditionen der 70er anknüpfen und Gus Black als einen der besten Songschreiber seiner Generation ausweisen. Volkard Steinbach
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