BEATSTEAKS
Boombox
Warner

Respekt! Scheinbar mühelos schwingt sich das Berliner Quintett mit seinem 6. Studioalbum in die Oberliga international relevanter Rockbands hinauf. Die gerade mal 34 Minuten von "Boombox" beginnen mit dem verzerrt flirrenden "Fix It", bevor Singlekandidat "Milk & Honey" durch harmonische Refrains und Gute-Laune-Feeling punktet. Mit "Cheap Comments", "Automatic", "House On Fire" und "Let's See" folgen Ausflüge in die englische Musikgeschichte, angefangen bei Roxy Music, über offbeatigen Ska und Reggae, bis hin zu den harmonieverliebten Beatles, The Smiths und The Clash. "Under A Clear Blue Sky" versöhnt völlig selbstverständlich alternative DIY-Attitüde mit pathosbehaftetem Stadionrock. Und die knapp 70 Sekunden von "Behaviour" sind lärmender Punkrock pur. Die Beatsteaks treten hier in der Form ihres Lebens an: Spielerische Leichtigkeit und enorme Stilvielfalt kombiniert mit kreativer Offenheit und bodenständigem Charme machen "Boombox" zum ersten Kracher des Musikjahres 2011.
Frank Möller