ARCTIC MONKEYS
Suck It And See
Domino / Rough Trade

Nachdem bereits das letzte Album der Gruppe aus Sheffield in den USA aufgenommen wurde, haben die Arctic Monkeys erneut ein Ami-Studio gebucht - das "Sound City" in L.A., in dem Nirvanas "Nevermind" entstand und das für einen speziellen Schlagzeug-Raum mit mächtigem Sound bekannt ist. Dieser gewaltige Wumms prägt nun auch "Suck It And See", das die Band selbst als Album mit sommerlichem Pop-Feeling anpreist. Was man allerdings zunächst hört sind seltsam gedrechselte Rocksongs, die, auch wegen Alex Turners affektierter Stimme, an schläfrige Oasis erinnern. Erst nach und nach kommen die Briten über schwül-poppige Songs, straffen Glam-Rock sowie wuchtige Garagen-Rock-Einlagen in Fahrt. Dabei heimst Gitarrist Jamie Cook für seine mit viel Hall belegten, in besten Wave-Traditionen wildernden Gitarrensounds die meisten Pluspunkte ein. Abzüge ohne Ende gibt es hingegen für den Mangel an zugkräftigen Melodien und für das Fehlen von Songs, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben...
Volkard Steinbach