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JEFFREY LEE PIERCE SESSION PROJECT
We Are Only Riders Glitterhouse / Indigo
| Aufräumen fördert manchmal Schätze zu Tage. So auch für Tony Chmelik, der bei einer Dachbodenentrümpelung auf ein altes Tonband stieß, das er 1991 mit dem genialen Gun Club-Sänger Jeffrey Lee Pierce aufgenommen hatte. Die Sessions bildeten die Basis für das 1992 eingespielte Album "Ramblin' Jeffrey Lee & Cypress Grove with Willie Love". Auf dem Tape entdeckte Chmelik diverse Country- und Bluesstücke aus Pierces Feder, die es damals nicht auf das Album geschafft hatten, aber rückblickend keinen Vergleich mit den besten Gun Club-Songs zu scheuen brauchen. Irgendwie gelang es, weitere unveröffentlichte Stücke aufzutreiben und ehemalige Weggefährten und Bewunderer des 1996 gestorbenen Sängers von der Idee zu überzeugen, diese aus der Zeit gefallenen Songs, teilweise unter Verwendung von Pierces originalen Gitarrenspuren, neu einzuspielen. Jeder der Beteiligten am Session Project, darunter Nick Cave, Mark Lanegan, Isobel Campbell, Mick Harvey, Lydia Lunch, Kid Congo Powers und Debbie Harry, interpretiert die zwischen Blues, Postpunk und düsterem Country & Western changierenden Stücke auf ureigene Art, gleichwohl immer im Sinne von Jeffrey Lees "Spirit". Entstanden ist eine beschwörende, dunkel-raue und anrührende Hommage an einen von Dämonen getriebenen Querdenker des Rock' n'Roll. Volkard Steinbach
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