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OWEN PALLETT
Heartland Domino / Indigo
| Den König des Geigen-Loops kennen wir als Arrangeur für The Arcade Fire, Last Shadow Puppets und zuletzt die Pet Shop Boys. "Heartland" ist Palletts dritte Platte, die erste unter seinem eigenen Namen. Vormals nannte er sein Solo-Projekt Final Fantasy. Der Weg wurde frei für ein Popalbum mit Orchester, fein präparierten Dissonanzen und dezent dahinrasenden Beats. Trotz Beteiligung der Prager Symphoniker bleibt immer ein kammermusikalischer, nie pompös inszenierter Eindruck. Zumal die "natürlichen" Instrumente einen auf früh-80er Elektro-Pop getrimmten Eindruck hinterlassen, was aber überhaupt nicht als Retro-Effekt herüberkommt. Mit viel Sinn für Dramaturgie - es handelt sich um eine Pop-Oper in einem eigens kreierten Land mit höfischer Gesellschaft - entwickelt sich ein Reigen beschwingter Popsongs. Jedes Stück pocht auf seine Eigenheit und Eigenständigkeit und fügt sich doch nahtlos zum Ganzen. So klingt "Heartland" wie ein aus der Reihe tanzendes Update eines Frühwerks von John Cale oder Van Dyke Parks, für das Jahr 2010, mit Palletts heller, nie aufdringlicher Stimme. Johnny Lipps
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