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KAREN ELSON
The Ghost Who Walks Beggars / Indigo
| Models mit Gesangsambitionen, muss das sein? In den meisten Fällen - von Klum bis Campbell - gilt: bitte nicht! Selbst Carla Bruni, die ein durchaus schönes Debüt veröffentlichte, hätte uns ihr Folgewerk ersparen sollen. Beim Debüt der Britin Karen Elson, Top-Model seit Ende der 90er für u.a. Versace, Dior, Chanel weicht die Skepsis jedoch rasch Begeisterung. Und das gewiss nicht nur, weil Jack White von den White Stripes (seit 2005 ihr Ehemann) das Album produziert hat und auch ab und zu trommelt. In erster Linie ist "The Ghost Who Walks" Karens Baby. Es ist ihre Band, die sie mit Akkordeon, Orgel, Slide-Gitarren, Saloon-Piano, Violinen und Zigarettenschachtel-Gitarren begleitet. Und es sind bis auf eine Ausnahme ihre eigenen Kompositionen, die sie mit ihrer seltsam schlafwandlerischen, an verwunschene Vollmondnächte gemahnenden Stimme intoniert. Ob schwüle Mörderballaden, bittersüßer Bluegrass, düstere Folksongs mit Gothic-Patina, rauchgeschwängerte Bar-Nummern, erdige Bluesrock-Hybriden oder schräge Vaudville-Ausflüge: Karen Elson gelungener Einstand als Singer/Songwriterin weist sie als nahe Verwandte von Cat Power, Nick Cave und Leonard Cohen aus. Volkard Steinbach
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