21.1.2020 27.1.2020
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Setzers Abende

  • Raytheon, Boeing, Northrop Grumman, General Dynamics und Lockheed Martin - sagt Ihnen das was? Nein?

    Tja, sollte es aber. Das sind die fünf Unternehmen, die weltweit im letzten Jahr die meisten Waffen verkauft haben. Dass es sich dabei nicht einfach um Pistolen und Pfefferspraydosen handelt, ist der damit erwirtschafteten Summe zu entnehmen: 148 Milliarden Dollar setzten die obigen fünf US-Firmen 2018 um und hatten damit einen Anteil von 58 Prozent des weltweiten Umsatzes der Top 100 Waffenverkäufer.

    Wer angesichts solcher Zahlen und Verhältnisse auf die Idee kommt, für den Frieden zu beten, hat den Schuss nicht gehört und ist bestenfalls eine arme Sau. Man könnte auch sagen: eine dumme Sau. Auch dieses Jahr war ja wieder Arschloch-Jahr, und man kann nichts dagegen tun (gut gemeinte Einwürfe à la "Man muss das langfristig sehen" sind bitte an die monatlich Zigtausend kurzfristigen Opfer zu richten).

    Mit Arschloch meine ich nicht mal den amerikanischen "Sie müssen 10 mal spülen, wenn Sie auf dem Klo waren!"-Präsidenten und seine bösartige Demenz. In dessen Gefolge tummeln sich inzwischen eine Menge christlicher Schmeißfliegen, bei denen auch 15 Mal spülen nicht helfen würde.

    Im Jahr 2019 verbringt der Schlächter seines Volkes, Herr Assad, immer noch und immer wieder das Weihnachtsfest im Kreise seiner Lieben (doch doch, es gibt wohl Menschen, die ihn lieben...). Der Völkermörder Erdogan (mit dieser Bemerkung habe ich mir hoffentlich einen Sperrvermerk für türkische Einreiseanträge verdient!) lässt immer noch Journalisten in seinen Knästen verrotten und hat das Nachbarland Syrien überfallen, um dort Kurden zu massakrieren. Und wurde dafür auf dem letzten NATO-Gipfel so höflich empfangen wie jeder andere Mörder auch. Dafür sorgen schon Firmen wie Raytheon, Boeing, Northrop Grumman, General Dynamics und Lockheed Martin.

    In Weißrussland, Russland, im Kongo und in Simbabwe, in China und Thailand regiert immer noch die gleiche korrupte, schamlose Kaste der Selbstbereicherer. Der israelische Ministerpräsident hat die Wahl vor Monaten verloren und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Korruption - aber er ist immer noch im Amt. 2019 war ein gutes Jahr für Arschlöcher. Ein verdammt gutes.

    Oder wie es der Kabarettist Rudolf Qualtinger mal ausgedrückt hat: Vieles wird zusehends schlechter, anderes wegsehends nicht besser.

    In diesem Sinne: Guten Rutsch.